Deck the Halls (Blendende Weihnachten)

“Ich hatte immer gehofft dass ich mal etwas bedeutendes tun werde” Danny DeVito/ Buddy – was er mit diesem Film eindeutig nicht geschafft hat

Flache und unlustige Weihnachtskomödie die zeigt, dass Danny DeVito und Matthew Broderick den Zenit ihrer Karriere schon lange überschritten haben. Die Geschichte handelt von einem klischeehaften Nachbarschaftsstreit um ausufernde Weihnachtsbeleuchtung. Buddy Hall (Danny DeVito) hat sich in den Kopf gesetzt, so viel Weihnachtsschmuck an seinem Haus anzubringen, dass man es auch noch aus dem Weltraum sehen kann. Damit zieht er den Zorn seines Nachbarn Steve (Matthew Broderick) auf sich, und zwischen beiden entwickelt bis Heiligabend ein immer weiter eskalierender Kleinkrieg, der Haus, Ehe und Familie der beiden aufs Spiel setzt. Aber natürlich stellen am Ende alle Beteiligten fest, dass Weihnachten das Fest der Liebe ist, Familie und Freunde das Wichtigste, und man gemeinsam alles schaffen kann…

Das alles hat die kitschige Anmutung einer Disney-Produktion, ohne allerdings nur annähernd die Qualität von Disney zu erreichen. Die Dialoge sind hölzern, die Trickeffekte, etwa wenn Steve mit einem amoklaufenden Rentierschlitten durch die Stadt braust (don’t ask), wirken wie aus einer billigen direct-to-TV Produktion. Unfassbar das sowas tatsächlich vor gar nicht langer Zeit im US-Kino gelaufen ist (und gar nicht mal so unerfolgreich).

Broderick spielt unterirdisch, auch Sex-and the City Star Kristin Davis kommt aus ihrer hölzernen Klischee-Rolle als biedere Nachbarsfrau nicht heraus. Einzig Danny DeVito spielt halbwegs souverän seine Standardrolle als sympathischer, leicht schmieriger Underdog.

Unfreiwillig komisch ist die Parallele zur aktuellen amerikanischen Finanzkrise. Da bittet Buddies Frau ihn inständig, doch endlich den Schuldenberg abzubauen, damit sie wieder ruhig schlafen können. Buddy verkauft als Vertreter in einem Autohaus bevorzugt obzön große Benzinschlucker von Chrysler, und die Weihnachtsbeleuchtung seines Hauses verschlingt so große Summen, dass er sich über alle Ewigkeit verschuldet hat (”sagen wir es so: wir dürfen unsere Kreditkarten bis an unser Lebensende nicht mehr benutzen”).

Ansonsten herrscht Langeweile und Ärgerlichkeit über die unlustigen Gags. Vielleicht funktioniert dieser Film besser vor Kinderpublikum, für Erwachsene grenzt das ganze schon an eine Beleidigung. Den einen Bewertungspunkt gibts auch nur, weil grad Weihnachten ist und man ja zu dieser Zeit Mildtätigkeit walten lassen soll.

Deck the Halls (Blendende Weihnachten), USA 2006 – deutscher DVD-Start: 16.11.2007
1/10 Punkte
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s