Mamma Mia!

“Feel the beat from the tambourine, oh yeah.”

Noch weniger als Singspiele selbst mag ich ja Musical-Verfilmungen. Meryl Streep ist nicht gerade meine Lieblingsschauspielerin. Und während ich das musikalische Schaffen von Abba durchaus anerkenne, gehöre ich nicht gerade zu den Fans der Schweden. Alles keine guten Voraussetzungen für Mamma Mia!, der Verfilmung des erfolgreichen Abba-Musicals. Aber alleine die Aussicht, Pierce Brosnan einmal in Seventies-Outfit “Waterloo” singen zu hören, hat dann den Ausschlag gegeben, doch mal reinzuschauen.

Wer Mamma Mia! noch nicht kennt: Es geht um eine alleinerziehende Frau (Meryl Streep), deren Tochter (Amanda Seyfried) kurz vor der Hochzeit endlich ihren Vater kennenlernen will. Dumm nur, dass dafür gleich drei Männer in Frage kommen. Also lädt die Tochter kurzerhand alle drei heimlich zu ihrer Hochzeit ein, was die Mutter, die die drei auch zwanzig Jahre nicht mehr gesehen hat, anfangs gar nicht amüsiert. Es kommt zu den üblichen Versteckspielen und Verwechslungen, bis schließlich alles im großen Finale vor dem Traualtar mündet.

Die Story ist dabei natürlich nur der Aufhänger dafür, möglichst viele Abba-Hits unterzubringen und das ganze vor malerischer Kulisse einer griechischen Insel abspielen zu lassen. Die Songtexte halten sich dabei sehr nahe am Original und sind nur an wenigen Stellen an die Story angepasst. Man sieht dem gesamten Ensemble die Spielfreude an, mit der sie durch ihre Musicalnummern tanzen und singen. Während die weiblichen Parts, vor allem Meryl Streep und Amanda Seyfried, auch stimmlich durchaus überzeugen, obwohl sie keine ausgebildeten Gesangsstimmen haben, hört man dem männlichen Trio Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgard schon deutlicher an, dass sie ansonsten eher im Pub oder unter der Dusche singen. Gerade Brosnan klingt oft, als ob er mit letzter Kraft die Töne herauspresst, was das ganze aber umso amüsanter macht.

Insgesamt sehr locker und amüsant inszeniert. Genre-bedingt hat die Story nicht gerade Tiefgang, und man wartet während der Dialogszenen eigentlich nur auf den nächsten Abba-Song, der aber nie lange auf sich warten läßt. Und wem von der Musik nicht gleich schlecht wird, der wird erstaunlich gut unterhalten.

Mamma Mia!, USA 2008 – deutscher Kinostart: 17.07.2008
7/10 Punkte
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