The Break-Up – Trennung mit Hindernissen

„Is that how you want to play it Brooke? Because I can play it like that. I can play it like Lionel Richie, „All night long.'“

Eigentlich eine mutige Entscheidung, eine romantic comedy mit Zielpublikum “verliebte Pärchen” gerade über das Thema Trennung zu machen. Und für frisch Verliebte ist der Film in der Tat nur bedingt geeignet, denn die Handlung demonstriert sehr anschaulich, wo die Beziehung nach ein paar Jahren landen kann.

Vince Vaughn und Jennifer Aniston spielen Gary und Brooke, deren Beziehung an den Problemen des Alltags zu scheitern droht: Er will lieber Playstation spielen statt abzuspülen, sie fühlt sich von ihm unverstanden und will, dass er mehr auf sie eingeht. Das ganze eskaliert und Brooke schlägt vor sich zu trennen, insgeheim hoffend, dass sie Gary damit wieder auf ihre Seite bringen kann. Das geht natürlich schief, und kurze Zeit später ist die gemeinsame Wohnung ein Schlachtfeld durch einen nervenzerfetzenden Kleinkrieg.

Der Film zieht viel Potenzial aus dem immer weiter eskalierenden Rosenkrieg der beiden, vom Strip-Pokerabend, den Gary in seiner Hälfte der Wohnung veranstaltet bis zur morgendlichen Chorprobe, die in Brookes Teil stattfindet. Angereichert mit den üblichen Klischeefiguren (exzentrische Galeriebesitzerin, hyperschwuler Arbeitskollege, schwuchteliger Bruder) sind daneben diverse Trailer-gerechte Szenen eingebaut, die wenig mit der Story zu tun haben, aber dafür zielsicher als “witzigster Ausschnitt” bei YouTube landen (in der Tat ganz witzig: die eigenwillige A Capella Version von”Owner of a lonely Heart” beim gemeinsamen Familiendinner).

Was “The Breakup” aber wirklich sehenswert macht, ist dass der Film neben diesen comedyhaften Szenen das zugrundeliegende Motiv – eine Beziehung, die an ihr Ende gelangt – durchaus ernst nimmt. Die Dialoge zwischen Aniston und Vaughn wirken echt und glaubwürdig, sobald sie über den vordergründigen Streit hinausgehen, und die Chemie Aniston und Vaughn stimmt. Und auch das Ende ist nicht ganz so hollywood-typisch, wie es ein Chick Flick mit Starbesetzung erwarten lässt.

Nicht weltbewegend, aber sehenswert.

The Break-Up (Trennung mit Hindernissen), USA 2006 – deutscher DVD-Start: 14.12.2006
7/10 Punkte
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