The Lookout (Die Regeln der Gewalt)

“Start at the end”

Chris Pratt (Joseph Gordon-Levitt) hat bei einem selbstverschuldeten Autounfall zwei Freunde getötet und seine Freundin schwer verletzt. Durch den Schock und die Unfallfolgen ist er auch Jahre später noch unfähig, ein normales Leben zu führen. Er kann sich nichts merken und schreibt sich daher auch die simpelsten Dinge auf einen Notizzettel, um den Alltag zu meistern. Chris kommt aus einer reichen Familie und war vor dem Unfall ein erfolgreicher Eishockeyspieler. Jetzt arbeitet er nachts als Putzhilfe in einer Bank, sein Vater bezahlt die Rechnungen und hält ihn weitgehend unselbständig. Einzig sein blinder Freund und Mitbewohner Lewis nimmt Chris als vollwertige Person wahr.

In einer Bar trifft er Gary Spargo (Matthew Goode), der früher angeblich mit seiner Schwester ausgegangen ist. Gary freundet sich mit Chris an und macht ihn mit seiner Clique bekannt. Über Gary lernt Chris auch die hübsche Luvlee (Isla Fisher) kennen, die mit ihm eine Beziehung anfängt. Langsam merkt Chris, dass die Begegnung mit Gary kein Zufall war und er er manipuliert wird, um für einen lange ausgeheckten Plan benutzt zu werden. Aber nach einigem Überlegen sieht er die Chance, wieder Freiheit und Selbständigkeit in seinem Leben zurückzuerlangen, wenn er bei Garys Plänen mitspielt.

Scott Frank, eigentlich Drehbuchautor (Minority Report, Out of Sight), hat für seinen neuen Thriller nicht nur das Buch geschrieben sondern zum ersten mal auch selbst Regie geführt. Er hat eine atmosphärisch dichte Story inszeniert, die ohne Knalleffekte auskommt und trotzdem spannend bleibt. Der ruhige Soundtrack passt dabei perfekt zu den unaufgeregten Bildern aus der amerikanischen Provinz. Die Figuren sind durchweg gut besetzt, allen voran Joseph Gordon-Levitt, der überzeugend den mit mentalen Aussetzern kämpfenden Chris gibt. Auch wenn die Idee eines Hauptdarstellers, der sich alles aufschreiben muss um nicht zu vergessen, seit Memento nicht mehr wirklich neu ist, setzt Scott dieses Element glaubwürdig ein, bis hin zum Finale, bei dem Chris den großen Showdown Schritt für Schritt auf seinem Notizblock vorbereitet. Eine gut erzählte Geschichte abseits der üblichen Genre-Pfade.

The Lookout (Die Regeln der Gewalt), USA 2007 – deutscher Kinostart: 13.09.2007
8/10 Punkte
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