Rocky Balboa

“It’s not over until it’s over”

Alles eine Frage der Erwartungssteuerung. Wenn man eine Katastrophe erwartet (bitte was? ein neuer Rocky-Film? Mit Stallone himself? WTF?), kanns eigentlich nur besser werden. Das gute vorweg: Im Film wird kaum geboxt. Und Stallone ist zwar alt geworden, aber hat immer noch genug Muskeln, um das Konzept “Rentner im Boxring” nicht komplett absurd erscheinen zu lassen. Ansonsten wird sehr sehr viel geredet. Rocky philosophiert über das Leben im allgemeinen, Glück und Schicksal, bandelt mit einer alleinerziehenden Mutter an und kümmert sich um ihren verwahrlosten Sohn.
Sehr positiv ist, dass trotz klischeegeschwängerten Bildern (ich sag nur: Schweinehälften als Sandsack-Ersatz) und Hausfrauenphilosophie die Story sich die allergrößten Plattheiten verkneift. Ich hätte z.B. wetten können, dass das von Rocky fürsorglich aufgenommene Straßenkind erstmal sein Restaurant plündert, um dann am Ende auf den richtigen Weg zurückgebracht zu werden – aber nein, so ganz aus dem Anfängerbaukasten für Hollywood-Drehbücher hat man die Geschichte dann doch nicht zusammengebaut. Und dann schafft es der Film zwischenzeitlich sogar durchaus, eine glaubhafte melancholische Atmosphäre um den abgehalfterten Star zu zelebrieren, der es nochmal wissen will.
Auch die (wenigen) Rückblenden – aus den alten Filmen reinkopiert – sind stimmungsvoll eingesetzt und lassen den neuen Film als Abschluss der Rocky-Saga rund erscheinen.

Rocky Balboa, USA 2006 – deutscher Kinostart: 8.2.07
5/10 Punkte
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