Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer

“If we can’t stop this, if it’s really the end of the world… how are you going to spend your last few minutes?” – nun, sicher nicht mit diesem eher belanglosen Film.

New York scheint eine Stadt der Superhelden zu sein. In Spiderman 3 war Peter Parker der Star der Stadt, inkl. Merchandising-Produkten und Spiderman-Paraden, nun sind die Marvel-Kollegen “Fantastic Four” New Yorks Superstars: Nachdem die fantastischen Vier im ersten Teil Dr. Doom besiegt haben, werden sie nun von den Medien gefeiert, ihre Uniformen sind mit Sponsoren-Logos übersäht, und die ganze Stadt wartet auf den gesellschaftlichen Höhepunkt, der Heirat von Reed Richards alias Mr. Fantastic (Ioan Gruffudd) und Sue Storm, der Unsichbaren (Jessica Alba).

Natürlich kann das nicht lange gutgehen, denn am Horizont zeichnet sich eine neue Bedrohung ab: Der Silver Surfer, ein T-1000-artiges Wesen mit Surfbrett, treibt überall auf der Welt riesige Löcher in die Erdoberfläche, und sorgt damit u.a. dafür, dass die Themse in London mit einem Schlag trockengelegt wird. Noch nicht abstrus genug? Ok, geht noch weiter: Der Surfer ist gar nicht der eigentliche Bösewicht, sondern nur der Vorbote einer bösen schwarzen Masse (hmm, hatten wir doch auch schon in Spiderman 3) namens “Galactus”, die ganze Planeten verspeist. Daher auch die Löcher in der Erde, damit Galactus die Energie aus dem Erdinneren aussaugen kann (wtf?).

Die Story ist selbst für Superheldenniveau etwas sehr fantastisch, aber was solls – dass wir hier einem deutschen Autorenfilm beiwohnen, hat ja auch niemand erwartet (obwohl das ganze ja eine Bernd Eichinger Produktion ist). Was ganz gut funktioniert sind die Szenen der Fantastischen Vier untereinander, die mit der nötigen Portion Selbstironie aufwarten und – auch hier die Parallele zu Spiderman – trotz ihrer Superheldenkräfte im Kern Menschen wie du und ich sind, die sich mit den Sorgen des Alltags und Beziehungsproblemen rumschlagen. Was weniger gut funktioniert, ist die Charakterzeichnung der Gegenspieler, gerade der Silver Surfer bleibt sehr schemenhaft, und seine Wandlung vom Bösen zum nicht mehr so Bösen wirkt beliebig und nicht nachvollziehbar. Überhaupt sollte man dieses Popcorn-Schauspiel keinesfalls mit allzuviel Logik belasten, sondern sich eher auf die Schauwerte konzentrieren, denn die sind ganz ordentlich: optisch ist alles auf dem Stand der Technik, und handwerklich sauber gemacht. Und im Gegensatz zu Spiderman 3, der zwar insgesamt deutlich sehenswerter war, aber mit fast 140 Minuten Spielzeit die Geduld der Zuschauer doch arg strapaziert hat, ist der zweite Aufguss der Fantastic Four wenigstens angenehm kurz: in weniger als 90 Minuten ist die Welt gerettet, kaum genug Zeit, um das ganze Popcorn aufzubekommen.

Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer, USA 2007, deutscher Kinostart: 16.08.2007
4/10 Punkte
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